PKW Überlassung an im Ausland wohnende Arbeitnehmer im Inland nicht mehr steuerpflichtig

Mit Wirkung ab 30. Juni 2013 wurde der für die Abführung der Umsatzsteuer bedeutsame Leistungsort bei der langfristigen Vermietung von Beförderungsmitteln an Nichtunternehmer geändert. Die Umsatzsteuer auf derartige Vermietungen ist nicht mehr dort abzuführen, wo das Unternehmen betrieben wird, sondern dort, wo der Kunde (Privatperson) seinen Wohnsitz hat.

Betroffen von der Neuregelung sind in erster Linie gewerbliche Vermieter, wie z.B. Boots- oder Autovermietungen. Die Änderung kann aber auch Bedeutung für „normale“ Unternehmer haben, die z.B. PKW‘s des Unternehmens an ihre Mitarbeiter zur privaten Nutzung überlassen. Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist die PKW-Überlassung am Mitarbeiter für Privatfahrten regemäßig als entgeltliche Vermietung eines Beförderungsmittels anzusehen. Auswirkungen ergeben sich dann, wenn der Arbeitnehmer keinen inländischen, sondern nur einen ausländischen Wohnsitz hat. In diesem Falle läge der Ort der Fahrzeugvermietung im Ausland, mit der Folge, dass nicht deutsche, sondern ausländische Umsatzsteuer anfällt. Es ist dabei das ausländische Umsatzsteuerrecht zu beachten.